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Von Dr. med. Michael R. Harrington
Zuletzt aktualisiert am 24. April 2026

Frauengesundheit · Blase & Beckenboden

5 Gründe, warum immer mehr Ärzte von Erwachsenenwindeln abraten

Jahrelang schien es für Frauen mit Harnverlust nur eine einzige Lösung zu geben: Einwegprodukte für Erwachsene. Und bei viel zu vielen meiner Patientinnen wurden genau diese Produkte zur eigentlichen Ursache ihres Leidens. Das Wundscheuern, der Geruch, der schleichende Verlust an Selbstvertrauen. Doch die Zeiten haben sich geändert. Eine stille Revolution gibt Frauen ihr Leben zurück. Am Ende dieses Artikels zeige ich Ihnen die Lösung, der ich persönlich am meisten vertraue.

Wenn Sie als Frau unter Blasenschwäche leiden, lesen Sie dies, bevor Sie die nächste Packung TENA, Always Discreet oder MoliCare kaufen.

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— Grund 01 —

Der unangenehme Geruch von Windeln wird häufig durch Bakterien verursacht.

Die meisten Frauen glauben, dass der Geruch von Einwegwindeln vom Urin selbst stammt. Tatsächlich entsteht er häufig durch Bakterien, die sich in der warmen und feuchten Umgebung der Windel vermehren. Dabei werden Stoffe freigesetzt, die für den unangenehmen Geruch verantwortlich sind. Deshalb lösen häufiges Wechseln oder parfümierte Produkte das Problem oft nicht dauerhaft.

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— Grund 02 —

Windeln verursachen dauerhafte Hautschäden.

Dermatologen haben einen Namen für den Hautausschlag, den viele Trägerinnen von Erwachsenenwindeln entwickeln: die inkontinenzassoziierte Dermatitis, kurz IAD. Einwegwindeln schließen Feuchtigkeit und Wärme auf der Haut ein und führen mit der Zeit zu Reizungen, Rötungen und schmerzhaften, wunden Stellen. Studien zeigen, dass ein großer Teil der Langzeitnutzerinnen innerhalb weniger Monate solche Hautprobleme entwickelt. Gerade nach den Wechseljahren ist die Haut von Frauen oft noch empfindlicher und anfälliger. Viele Patientinnen ahnen nicht einmal, dass die Windel selbst die Ursache ist.

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— Grund 03 —

Windeln erhöhen das Risiko für Harnwegsinfekte und Pilzinfektionen erheblich.

Das sehe ich in meiner Praxis fast täglich. Die weibliche Harnröhre ist von Natur aus stärker der Einwanderung von Bakterien ausgesetzt, und wenn eine Einwegwindel die Feuchtigkeit über Stunden auf der Haut hält, entsteht das ideale Milieu für Bakterien und Hefepilze. Wiederkehrende Harnwegsinfekte, Pilzinfektionen und Reizungen treten bei Langzeitnutzerinnen deutlich häufiger auf. Viele Frauen halten diese Infekte schlicht für eine Begleiterscheinung des Älterwerdens. In Wahrheit hängen sie oft direkt mit der getragenen Windel zusammen.

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— Grund 04 —

Windeln machen den Harnverlust mit der Zeit sogar schlimmer.

Dieser Punkt wird selten angesprochen und ist doch entscheidend. Wenn eine Frau dauerhaft eine Einwegwindel trägt, wird der Beckenboden nach und nach weniger aktiv. Mit der Zeit kann sich aus leichtem Harnverlust ein mittlerer oder sogar starker entwickeln, weil der Körper aufhört, die für die Blasenkontrolle zuständigen Muskeln einzusetzen. Das ist einer der Gründe, warum sich immer mehr klinische Empfehlungen hin zu moderner saugfähiger Unterwäsche verschieben, die die Beckenbodenmuskulatur aktiv hält und trotzdem zuverlässig schützt.

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— Grund 05 —

Windeln untergraben nach und nach das Selbstbild einer Frau.

Diesen Grund hebe ich mir für den Schluss auf, weil meine Patientinnen ihn fast nie laut aussprechen. Eine Windel zu tragen verändert, wie eine Frau sich selbst sieht. Die Intimität mit dem Partner wird zurückhaltender. Die Auswahl an Kleidung wird kleiner. Einladungen werden still und leise abgelehnt. Schon nach wenigen Monaten beschreiben Frauen das Gefühl, eher Patientin als Frau zu sein. Und die seelische Belastung verstärkt die körperliche: Angst, Rückzug und in vielen Fällen eine messbare Verschlechterung der Lebensqualität. Kein medizinisches Produkt sollte diesen Preis verlangen. Moderne saugfähige Unterwäsche wurde genau dafür entwickelt, damit Schutz nicht länger bedeutet, auf seine Weiblichkeit zu verzichten.

Was ich heute empfehle 

Der Wandel hin zu saugfähiger Unterwäsche

Der klinische Konsens bewegt sich schon seit einiger Zeit in eine Richtung: weg von Einwegwindeln und hin zu moderner saugfähiger Unterwäsche. Die Begründung ist einfach. Unterwäsche hält den Beckenboden aktiv, lässt die Haut atmen und bewahrt – was vielleicht am wichtigsten ist – das Gefühl von Normalität, was sich messbar auf Genesung, psychisches Wohlbefinden und die langfristige Akzeptanz auswirkt.

Unter den derzeit erhältlichen Produkten erzielt in meiner eigenen Praxis eine Marke die konstantesten Ergebnisse: eine Marke namens Orykas.

Klinisch interessant macht sie die Wahl von Bambusfaser statt synthetischer Mischgewebe. Bambus ist von Natur aus antibakteriell und hypoallergen, was die Fälle von Dermatitis und wiederkehrenden Infektionen, die ich bei Trägerinnen von Einwegwindeln ständig gesehen habe, deutlich reduziert. Der Saugkern ist sauber konstruiert und nimmt bis zu 300 ml auf, und der Schnitt ist von normaler Unterwäsche praktisch nicht zu unterscheiden – das ist wichtiger, als viele denken. Patientinnen, die sich nicht wie Patientinnen fühlen, bleiben aktiv, und aktive Patientinnen erholen sich besser.

Eine praktische Anmerkung möchte ich hinzufügen: Die Ware ist derzeit wirklich schwer zu bekommen. Bambusproduktion lässt sich nicht so schnell hochfahren wie synthetische Stoffe, und gängige Größen sind oft wochenlang ausverkauft. Wenn Sie sie ausprobieren möchten, rate ich Ihnen, das eher früher als später zu tun.

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